Ich mag Hackaday. Nicht nur wegen der Artikel, da findet sich auch immer mal wieder Gold in den Kommentaren. So wie dieser hier:

My favourite trick to pull on people in the office who leave their computers unlocked is to both physical swap the M and N keys, then edit HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Keyboard Layout to swap them back, so they work correctly ;-)

Ich habe keinen Windows-Rechner auf dem ich das ausprobieren könnte, aber die Idee ist so fies subversiv dass man damit vermutlich wirklich Leute in den Wahnsinn treiben kann… :-D

Bei Gelegenheit muss ich mal raussuchen wie man unter Linux die Tasten um-mappen kann. Das wird mit xmodmap auch gehen…

Fragt mich nicht wie ich auf die Wikipedia-Seite zum Rapper Haftbefehl gekommen bin… :-)

Aufgefallen ist mir ein Satz den ein Kritiker geschrieben hat, es geht um Antisemitismus:

Diese Witze seien “im Verein mit einer Fangemeinde, die gerne nach einfachen Lösungen sucht, (…) eben ganz und gar nicht ungefährlich.”

Ich kenne weder den Typen, noch seine Musik oder sein Publikum. Also kann ich inhaltlich nichts dazu sagen. Aber die Formulierung an sich finde ich sehr fein gewählt… :-D

Die echte Manpage

Die echte Manpage

Linux- und Unix-Systeme haben unter anderem den Vorteil, mit Man-Pages eine umfassende Dokumentation mitzubringen. Als Lektüre taugen die wenigsten, aber als Referenz sind sie unabkömmlich.

Wer mit dem Versionsverwaltungssystem git arbeitet hat sich vielleicht schon mal durch git-Manpages gekämpft. Die sind auch umfassend und informativ, wimmeln aber dermaßen von Fach-Chinesisch dass man wirklich eine Menge Vorbildung braucht um die Informationen wirklich abgreifen zu können. Ich persönlich sehe gerne auf diesen Überblick, totalen Einsteigern hilft diese Seite.

Um so lustiger, dass jemand einen Generator gebaut hat um fiktive git-Kommandos zu dokumentieren. So wird man sonst nirgends Beschreibungen von git-drug-tip(1) oder git-proofread-archive(1) bekommen… :-D

Sans Bullshit Sans

Sans Bullshit Sans

Viele kennen, lieben und benutzen das Wort Bullshit-Bingo im Zusammenhang mit Meetings, manchen auch als Buzzword-Bingo bekannt. Einige kennen auch den dazugehörigen Dilbert-Comic von 1994.

Neu ist ein Font namens Sans Bullshit Sans. Der nutzt die Ligatur-Funktion in dem Font, aber nicht um typographisch zusammengehörende Buchstaben zusammenzufassen, sondern er fasst gleich ganze Worte zu Bullshit-Labels zusammen. Wie das aussieht kann man im Screenshot sehen, da habe ich den Satz aus dem genannten Dilbert eingegeben. :-)

Den Font kann man als Systemschriftart installieren, so kann man seinen Browser dahingehend tunen dass Marketing- und Management-Worthülsen stylish weggefiltert werden.

Useless Machine

Useless Machine

Meine Useless Machine hatte ich hier nie vorgestellt. Dabei habe ich die vor über einem Jahr schon fertig gemacht. Eine einfache Version, mit einem umgebauten Modellbauservo als Motor und einem einfachen Wechselschalter. Keine weitere Elektronik. So wie hier oder hier beschrieben.

Das Konzept sollte mittlerweile jeder kennen: man schaltet die Maschine ein, ein Arm (bzw. in meinem Fall: ein Finger :-) ) kommt heraus und schaltet wieder aus.

Mechanik

Mechanik

Es gibt jede Menge mehr oder weniger aufwändige Variationen davon. Einer meiner Favoriten ist die Advanced Edition, seht Euch das Video an! :-D

Jetzt habe ich die Annoying Machine kennengelernt. Sie wird als ‘evil cousin’ der Useless machine vorgestellt, und ich glaube das trifft es ziemlich gut: man sieht an der Kiste nur eine LED und einen Schalter. Der natürlich zum Einschalten einlädt. Alles ist ruhig solange sich niemand davon in Versuchung führen lässt. Dann fängt der Kasten an Radau zu machen — woraufhin man wohl schnell wieder abschalten möchte. Der Schalter ist aber ein Kippschalter der auch elektronisch gesteuert werden kann, und damit schaltet sich die Radaukiste automatisch wieder ein. Der einzige Weg nachhaltig für Ruhe zu sorgen ist, die Kiste in die Luft zu werfen. Das merkt der eingebaute Beschleunigungssensor, und damit bereitet die Elektronik dem Generve ein Ende…

Mein Umfeld würde mich hassen… aber wenn ich mal irgendwo günstig an so einen Schalter gerate… :twisted:

Einer der Podcasts die ich höre ist das WDR Zeitzeichen. Die Ausgabe vom 24.10. hat daran erinnert dass am 24.10.2004 der Deutsche Sprachrat das schönste deutsche Wort gekürt hat. Zur Erinnerung: es war ‘Habseligkeiten’. Im Vergleich zu einigen anderen Worten in dem Beitrag ist das aber ziemlich farblos, wie ich finde…

Es war die Rede von einem Philipp von Zesen. Der hat sich schon im siebzehnten Jahrhundert Sorgen um die Reinheit der Sprache gemacht — und gehandelt: er hat direkt einige Vorschläge gemacht. Viele davon haben tatsächlich den Weg in den Alltag gefunden. Abstand statt Distanz, Augenblick statt Moment, Bücherei statt Bibliothek, Leidenschaft statt Passion, Rechtschreibung statt Orthographie oder Weltall statt Universum. Wikipedia weiß mehr.

In dem Artikel stehen aber auch einige seiner Vorschläge die es nicht geschafft haben, und das ist das eigentliche Gold: aus irgendwelchen Gründen ist Blitzfeuererregung kein Synonym für Elektrizität geworden. Mumien werden immer noch nicht Dörrleichen genannt, unter Jungfernzwinger gibt einem die Phantasie eine Menge Futter — bis man herausfindet dass es um ein Kloster geht. :-D

Der Botaniker würde sich als Krautbeschreiber sicher diffamiert fühlen, aber mein absoluter Favorit aus der Liste ist der Meuchelpuffer. Sie macht puff, und sie meuchelt. Die Pistole. Ob sich das durchsetzt wenn ich diese Worte ab sofort in meinen aktiven Wortschatz aufnehme…? :-)