Da drängt sich einem doch die Frage auf: Kann man diesen Mechanismus nativ unter Linux benutzen, oder braucht man dazu Wine?
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Letzte Tage habe ich mal wieder eine Datei per Mail bekommen die ich nicht ohne weiteres öffnen konnte. Ich brauche extrem selten irgendwelche Office-Anwendungen, daher gibt es sowas nicht auf meinem Notebook. Arch Linux macht ‘rolling updates’, das heißt dass man mit einer neuen Version eines Programms nicht warten muss bis das nächste Release der Distribution ansteht, sondern die Neuigkeiten direkt rauspustet. Wenn ich hier ein OpenOffice drauf hätte würde ich das wahrscheinlich diverse Male updaten müssen ohne es zwischendurch benutzt zu haben. Und bei meiner bekanntermaßen lahmen Netzanbindung würde das echt Nerven kosten.
Bis jetzt habe ich in so einer Situation immer das Notebook meiner Frau gequält, die hat da ein Kubuntu und somit auch ein Office.
Da ich aber eh außer Gefecht gesetzt war habe ich eine Lösung gebastelt die mich hoffentlich dauerhaft glücklich macht. Eine Art Terminal-Server. Allerdings nicht auf Basis von LTSP oder x2go, sondern mit Nomachine NX. Also kein wirklicher Terminal Server von dem ich auch booten kann (zumindest bis jetzt noch nicht), sondern einfach nur eine zentrale Maschine auf der ich Anwendungen starten kann — wie zum Beispiel OpenOffice.
Den Server habe ich als VServer auf meinem total überdimensionierten Home-Server angelegt. Das Host-System ist ein Debian Stable, die virtuelle Maschine sollte in diesem Fall ein Kubuntu sein, damit die Anwendungen dort halbwegs aktuell sind. Den VServer anzulegen ist nicht ganz einfach, weil Kubuntu nicht mehr auf das gute alte System V Init setzt, sondern stattdessen Upstart benutzt.
Angelegt habe ich die Maschine letztendlich mit dem folgenden Kommando:
vserver terminator build -m debootstrap --context 40012 \
--hostname terminator.asgard --interface eth0:192.168.0.63/24 -- \
-d karmic -m http://odin:9999/ubuntu/
Dabei ist terminator der Name meiner neuen Maschine, asgard die Domäne, und auf dem Server odin läuft ein apt-proxy, damit sich die realten und virtuellen Rechner die mühsam aus dem Netz gelutschten Pakete teilen können. Ach ja, und karmic ist der Name der aktuellen Kubuntu-Distribution (Karmic Koala, Version 9.10).
An den Klippen von Upstart habe ich mir erst die Zähne ausgebissen. Kurz vor der Kapitulation — ich dachte es läge daran dass Kubuntu damit rechnet von CD installiert zu werden, statt mit debootstrap — habe ich dann noch einen Artikel über Upstart Issues gefunden. Genau was ich brauchte, sogar zugeschnitten auf Karmic. Damit ging es dann endlich.
Dann noch nach dem Ubuntu-Wiki den NX-Server installiert, und es kann losgehen. OpenOffice ist schon drauf, und ich glaube dass es sich bei einer lokalen Installation auf meinem Notebook nicht viel schneller anfühlen würde.
Was man jetzt noch — auch im Sinne eines höheren WAF — verbessern könnte wäre eine Art Application Launcher auf dem Server. Ich könnte einen kompletten Desktop auf dem Server starten, das würde aber mein ästhetisches Empfinden stören. Ich habe die Fenster lieber in einer Optik die so wirkt als ob die Anwendungen lokal laufen würden. Jetzt öffnet der NX-Client ein xterm auf dem Server mit dem ich nach Belieben Anwendungen starten kann. Ein kleines Menü würde mir da aber besser gefallen.
Vorschläge?
Ach ja, die Datei die den Anstoß für diese Aktion gegeben hat war übrigens belanglos: eine Präsentation mit dem alten 710-Gag.
Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen man sich wirklich überlegt hat ob man ein Bild auf dem Bildschirmhintergrund haben möchte, oder ob da vielleicht eine einfarbige Fläche reicht. Damals hat das — zumindest auf meinem damaligen Rechner — einen echten Unterschied gemacht: das Anzeigen kostet Zeit. Erst recht wenn es sich bei dem Bild nicht um ein einfaches Bitmap handelt, sondern zum Beispiel um ein JPG.
Aber die Zeiten ändern sich.
Unter Windows 7 Windows 6.1 dauert die Anmeldung offenbar eine halbe Minute länger wenn man die Ressourcenschonende einfarbige Variante wählt. Microsoft weiss das und bietet einen Patch an, oder wahlweise den guten Rat dass man sich doch auch ein einfarbiges Bitmap oder JPG malen kann, das man dann verwendet…
Was tut Windows in der Zeit? Ist das eine halbe Gedenkminute für die ungenutzten Bilder die ohnehin auf der Platte rumliegen?
Interessanterweise ist ‘30 Sekunden’ in etwa auch die Zeit die mein Notebook mit Arch Linux braucht um zu booten. Und da ist die BIOS-Wartezeit und die Anmeldung schon mit drin: nach einer halben Minute habe ich schon meinen Screen im urxvt vor mir und kann arbeiten… oder so.
Aber zugegeben: ein Hintergrundbild wird auch geladen. Einmal für den Desktop Manager (Slim) und einmal für den Window Manager (Compiz). Vielleicht würde es ohne Bild auch länger brauchen…
Seit einigen Jahren bin ich mit dem Arch Linux prima zufrieden das ich auf meinem Notebook habe. Paket-Updates mache ich aber dank meiner Schmalbandverbindung nur dann wenn es wirklich nötig ist. Aktuell warten mehrere hundert Megabytes an Paketen darauf dass ich sie update.
Programme installieren geht trotzdem. Dumm nur wenn sie, wie gerade eben DVDStyler, von neueren Paketen abhängen:
error while loading shared libraries: libjpeg.so.7: cannot open shared object file: No such file or directory
Kein Problem denke ich, aber ein beherztes ‘pacman -S libjpeg’ später fällt auf, dass irgendwie die meisten Programme sich jetzt nach libjpeg.so.62 sehnen, und in deren Abwesenheit den Start verweigern. Leider ist es aber nun so, dass es nicht mal notwendigerweise das Programm selbst sein muss, dass die Bibliothek haben will. Kann sein dass das Programm gegen eine Bibliothek gelinkt ist, die auf libjpeg basiert. Ein ‘pacman -Su’ würde das Problem sicher beheben, aber ich will Heute noch das Notebook benutzen, und nicht nur Pakete saugen.
Das Internet hilft: mit ‘LD_DEBUG=files dvdstyler’ kriege ich ausführlich dargelegt, wer welche Bibliothek lädt. So sind die Abhängigen schnell gefunden — und aktualisiert.
Wenn man im englischsprachigen eBay nach Samsung S3C2440 sucht findet man eine ganze Reihe verschiedene interessante Angebote. Fertige Boards mit ARM-CPU und viel Peripherie, darunter Sachen wie Touch-Screens, USB-Hostcontrollern, Ethernet und WLAN. Lauffähig mit Linux. Und das zu echt moderaten Preisen: für 85 Euro kriegt man da schon ein Gerät mit Touch-Screen, für 133 gibt es sogar WLAN.
Ein bisschen doof ist nur, dass es die Dinger offenbar nicht in der deutschen Bucht findet, und dass man sich die aus China zukommen lassen muss.
Aber trotzdem: die Dinger schreien geradezu danach, da mal irgendwas mit zu basteln…
Dass man Passworte und ähnlich vertrauliche Sachen nicht in Kommandozeilen verwenden sollte ist mir klar. Jeder der auf dem gleichen System angemeldet ist kann sich mittels ‘ps auxwww’ den vollständigen Aufruf anzeigen lassen, einschließlich womöglich benutzter Passworte.
Bisher hätte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn aber keine Bedenken gehabt, solche Daten in Umgebungsvariablen zu hinterlegen. Klar, irgendwo unter /proc findet man die soweit ich weiß auch wieder. Aber nur wenn man root ist, oder wenn man Spaß daran hat, seine eigenen Prozesse zu bespitzeln. Fremde Prozesse kann man so nicht einsehen.
Es geht aber auch anders: mit ‘ps auxwwwe’ — das ‘e’ steht offenbar für ‘Environment’ — stehen auch Umgebungsvariablen in der Prozessliste. Für alle Benutzer auf dem gleichen System einsehbar, ohne dass die über besondere Rechte verfügen müssen.
Man lernt nie aus… Und nachdem ich das jetzt weiß werde ich erstmal gründlich in mich gehen um rauszufinden wo ich eventuell solche Leichen im Keller habe…
Ich quote mal eben einen Eintrag den ich Heute im Gästebuch hatte:
hallo Ronald, ich freue mich,dass es solche Webseiten wie diese hier gibt. Ich bin zwar schon einige Zeit an Linux dran. Aber als Anfänger ist es nicht leicht Tips zu bekommen, die einem wirklich weiterhelfen. Die Shell ist für mich immer noch ein Buch mit sieben Siegeln.. Vielleicht liegt es an meinem Alter (76), was aber meiner Begeisterung für Linux keinen Abbruch tut.
Ich bin wirklich beeindruckt. Der bislang älteste mir bekannte Linux-User ist mein Vater (69), und der hat — da sein Ältester ihm seinen Rechner eingerichtet hat — keine andere Wahl.
Nebenbei bemerkt: mein Vater hat mit 65 seinen ersten Computer bekommen. Absolut unvorbelastet. Er arbeitet mit KDE, Firefox und OpenOffice, und er ist glaube ich sehr zufrieden damit. In KDE hat er mir auch schon Sachen gezeigt von denen ich als Tastatur-Fan noch nichts wusste…
Eigentlich hatte ich nach dem Aldipod-Desaster vor ein paar Jahren beschlossen, keine Medion-Hardware mehr zu kaufen. Diese Woche habe ich mich aber doch wieder hinreissen lassen: Aldi hatte am Montag eine kleine Bluetooth-Laser-Maus für 20 Euro im Programm. Bluetooth klingt für mich insofern verlockend als dass ich die so am Notebook ohne Dongle benutzen können müsste. Und der Preis klingt für eine Maus die nur alle paar Wochen mal benutzt werden soll fair. Also: gekauft.
Für eine Notebook-Maus liegt die gut in der Hand, und Linux hat das Ding auch direkt gefunden. Trotzdem bin ich nicht glücklich: der Mauszeiger unter X wandert entweder schlagartig oder schrittweise auf eine Bildschirmecke zu. Ich habe in der xorg.conf alles ausprobiert was mir sinnvoll erschien, also die Einstellungen von ‘Driver’ und ‘Protocol’ ordentlich durcheinander gewürfelt. Arch Linux ist nicht für Frickelfreiheit bekannt, also mal eine Ubuntu Live-CD zu Rate gezogen — mit dem gleichen Ergebnis. Auch auf einem anderen Notebook mit GRML sah es genauso aus. Nur ein Arbeitskollege hatte mit seinem Windows-Notebook mehr Glück.
Ich dachte dass Bluetooth so sauber spezifiziert wäre dass die Geräte austauschbar wären? Nicht? Hat jemand Vorschläge was ich noch probieren könnte? Wenn nicht geht das Ding die Tage wieder in den Laden…
Ich habe seit ein paar Wochen ein mistiges Problem mit meinem Server zu Hause. Ich bin mir nicht bewusst eine Änderung gemacht zu haben die als Ursache her halten könnte, aber das ist ja immer so…
Vielleicht kann mir ja jemand aus der Leserschaft helfen:
Nach einer gewissen Laufzeit — beobachtet habe ich Zeiten zwischen einer und drei Wochen — fängt die Systemuhr an zu rasen. Alles ist wie immer, nur dass die Zeit etwa vier mal so schnell gezählt wird wie auf allen anderen Uhren. Der Server liefert die Zeit in mein Netz, also fängt früher oder später auch der Videorecorder und alles andere an zu spinnen.
Auf dem Server (Debian Etch, 2.6.18-6-xen-vserver-686) läuft ein ntpd, an dessen Konfiguration ich aber ewig nichts mehr gemacht habe. Alle Versuche dem Spuk ein Ende zu bereiten sind bislang fehlgeschlagen. Nur ein Reboot hilft. Für ein bis drei Wochen zumindest…
Ich bin ratlos. Hat wer einen Tip?
Ich habe das ja vor zwei Wochen schon mal für mich aufgeschrieben, mir reicht es erstmal wenn es im X funktioniert. Wer das auch an der Konsole oder unter Windows (naja, sowas ähnliches — komponieren geht da glaube ich nicht) haben will findet hier ein paar Anleitungen.
Ich sitze hier meistens an einem Thinkpad mit englischer Tastatur. Normalerweise ist das echt praktisch, ich hab mich dran gewöhnt. Wenn ich aber zum Beispiel was in den Blog schreibe mache ich das üblicherweise doch unter Verwendung von Umlauten. Bis Gestern habe ich mich nicht wirklich darum gekümmert wie das komfortabel geht, habe mir ziemlich billig beholfen.
Ich löte zur Zeit wieder mal an einer Tastatur rum. Das aktuelle Modell verfügt über eine eigene Compose-Taste (die auch so beschriftet ist). Das hat mich neugierig gemacht und zu etwas gebracht das ich schon lange hätte herausfinden sollen: wie man eine Tastatur bedient.
Mit einer Compose-Taste kann man Zeichen schreiben die man auf der Tastatur nicht sieht. Umlaute zum Beispiel. Wenn ich [Compose]["][a] drücke (also drei Tasten nacheinander, nicht gleichzeitig) kommt ein kleines ‘ä’ dabei raus. Mit [Compose][o][c] gibt es das allseits beliebte Copyright-Zeichen: ©.
Unter Linux ist Compose per Default auf [Shift+AltGr] untergebracht. Also sollte man einfach [Shift+AltGr][s][s] drücken können und ein ‘ß’ erhalten. Wer es komfortabler mag baut in seine Shell-Konfiguration folgende Zeile ein, damit erhält die Caps-Lock-Taste endlich eine sinnvolle Funktion:
xmodmap -e "remove Lock = Caps_Lock" -e "keycode 0x42 = Multi_key"
So sorgt man erst dafür dass die Taste nicht mehr ‘lockt’ (entfernt also quasi die Feststellfunktion) und belegt sie dann mit dem Symbol ‘Multi_Key’, und das steht für die Compose-Taste. Alternativ kann man das auch in seine ~/.Xmodmap einbauen, wenn man sowas pflegt. Jetzt sollte [CapsLock]['][e] zu einem é führen.
Zumindest in grafischen Programmen (Firefox & Co.) hat das bei mir auch auf Anhieb geklappt. Für das Terminal-Fenster habe ich eine Weile gesucht, und noch keine wirklich befriedigende Lösung gefunden, da meine ersten Versuche blöde Nebeneffekte hatten. Ich verwende urxvt und bin damit eigentlich ganz zufrieden. Ob man darin Zeichen komponieren kann hängt offenbar von den locale-Einstellungen ab. Bei mir sind die bislang nicht gesetzt, stehen also wenn ich einfach ‘locale’ ausführe alle auf POSIX. Wenn ich zum Beispiel LC_ALL auf de_DE setze kann ich komponieren, habe aber auch deutsche Manual-Pages. Letzteres will ich nicht. Wenn ich LC_ALL auf en_US stelle klappt beides, ich habe aber noch nicht rausgefunden ob das an anderer Stelle was zum Haken bringt. Und welche Auswirkungen hier de_DE.iso885915@euro oder de_DE.utf8 haben kann ich mir nur dunkel vorstellen. Hab mich halt noch nie damit beschäftigt. Das kommt dann Heute Abend — wenn mir hier niemand mit einem Tip zuvorkommt… *mitzaunpfahlrumfuchtel*
Wo kann ich nachlesen was alles passiert wenn ich beispielsweise nur LC_CTYPE auf en_US setze? Ich habe zwischendurch kaputtformatierte Man-Pages gesehen, und nach Konsumierung der locale-Manpage könnte ich mir vorstellen dass es daran lag. Allerdings habe ich auch echt unstrukturiert getestet, kann sein dass ich mich täusche…
Oh, noch eine interessante Sache die ich nebenbei gefunden (aber auch noch nicht ausprobiert) habe: wenn ich diesen Eintrag im Kubuntu-Wiki richtig verstehe kann man sich sogar eigene ‘Kompositionen’ bauen. Also so dass man mit [Compose][b][t][w] wirklich ‘by the way’ schreibt. Das will alles noch ausprobiert werden…
… zum Beispiel noch nicht wie angekündigt mein letztes Mikrocontroller-Projekt zu veröffentlichen, die meisten davon sind nicht so schön: Allgemeines Plattensterben zum Beispiel.
Meine Notebook-Platte ist komplett abgeraucht. Das Backup war zwar ein halbes Jahr alt, aber die wichtigsten Änderungen habe ich in der Versionsverwaltung gehabt. Auf einem anderen Rechner. Nachdem die 20GB im Notebook tot waren habe ich die 80GB aus dem MP3-Player da rein gebaut. Der Player hat dann eine 160er Platte bekommen die hier schon bereit lag. Nicht weil ich da so viel Platz brauche, sondern einfach weil’s geht (Zugegeben, nicht vollständig. Aber 160GB stecken da jetzt drin.).
Dann habe ich meinen Server hier zu Hause in ein anderes Gehäuse gebaut. Bislang war das ein einfacher Mini-Tower der früher unter irgendeinem Schreibtisch gestanden hat. Jetzt steckt er in einem stattlichen 19″-Gehäuse und beschallt den Schrank im Keller. Das wäre eine kleine Bastelei gewesen, wenn dabei nicht auch wieder eine Platte gestorben wäre. Übergangsweise habe ich die durch eine aus dem RAID ersetzt, aber das ist kein Dauerzustand. Und da ich das jetzt richtig ordentlich machen wollte habe ich direkt ein komplett neues RAID aufgebaut. Auf Dauer sollen in der Kiste drei 500er SATA-Platten werkeln, als Software-RAID5. Also mit insgesamt 1GB 1TB (natürlich, Danke Jürgen
) Platz, darauf dann ein LVM und dann die Daten. Hauptsächlich ist das Platz fuer Backups und VDR-Aufnahmen. Das neue RAID tut so auch schon, aber die Kiste kann nicht von SATA booten. Also kommt die /boot-Partition auf eine CF-Karte an IDE, damit nicht noch eine Platte laufen muss. Um das zu machen will ich vorher einen anständigen Kernel haben, und so kommt man vom hundertsten aufs tausendste…
Momentan läuft da noch ein 2.6.11, den ich 2005 mal mit Xen-Unterstützung gebacken hatte. Mittlerweile kann Debian ab Werk Xen, und 2.6.18 klingt auch deutlich weniger antik (Naja… relativ). Jetzt lautet das Stichwort aber: Upgradepfad. Und da hakt es, weil ich damals froh war das Xen überhaupt zum Rennen gekriegt zu haben. Um Pakete habe ich mich nicht gekümmert, und das beißt sich jetzt natürlich mit den Debian-Paketen. Der erste Versuch Gestern Abend ist gründlich in die Hose gegangen, da musste ich zurückrudern. Jetzt liegt wohl RTFM an…
Ach ja, und wenn das alles erledigt ist kümmere ich mich auch wieder um das angesprochene Projekt. Veröffentlicht wird das auf jeden Fall noch.
frey:~# grep "model name" /proc/cpuinfo
model name : Intel(R) Atom(TM) CPU 230 @ 1.60GHz
Das ist ein brandneues Intel D945GCLF Board, darin stecken 2GB RAM und ein PICO-PSU 120 Spannungswandler. Gekauft habe ich das als Ersatz für mein Epia, das ist vor einer Weile durchgebrannt. Auf dem Ding wird also wieder ein VDR laufen, und ein Debian.
Den alten Kernel konnte ich natürlich nicht benutzen. Abgesehen davon dass der für die C3-CPU von VIA gebaut war, war da auch der falsche Netztreiber drin. Und booten soll das Ding wieder per PXE, also ohne Festplatte. Anderen Treiber reincompilieren hat nicht gereicht um den alten 2.6.18 zum Netzboot zu bewegen. Mit einem frischen 2.6.25.7 sieht jetzt alles besser aus. Mal sehen wie es weiter geht…
Ich habe ein wenig in einem Vorbereitungsbuch für die LPI-Zertifizierung geblättert. Dokumentation und insbesondere das Lesen selbiger wird da ziemlich ernst genommen:
Achtung:Als Linux-Einsteiger neigt man leicht dazu, diesen Abschnitt auf die leichte Schulter zu nehmen. Für die Praxis ist die Verwendung der Online-Dokumentation aber absolut unentbehrlich, wenn man sich nicht ganz verloren vorkommen will. Der geübte Umgang mit der Dokumentation ist sehr, sehr wichtig! (Wirklich!)
Recht hat das Buch, und ich finde die Schreibweise sehr gelungen (das ist ein 1:1-Zitat).
Eigentlich bin ich der Ansicht, dass einem auf einem Server nicht viel besseres passieren kann als ein Debian. Heute wurde dieser Eindruck böse getrübt, allerdings glaube ich weiterhin dass andere Systeme nicht besser sind. Höchstens ‘anders Scheiße’.
Was passiert ist? Ich habe endlich mal den angestaubten Apache einspunktirgendwas durch einen hypermodernen Apache 2 ersetzt. Das hat im Wesentlichen gut funktioniert, mit einem kleinen Dämpfer: ich benutze SysCP um den Server zu verwalten. Das Ding hat eine MySQL-Datenbank, und darin stehen unter anderem meine Mitbenutzer. Also Namen und (verschlüsselte) Passwörter der Leute die auf dem Server was zu sagen haben. Ich habe an einer Stelle verschiedene administrative Tools installiert, auf die eben diese Benutzer zugreifen können sollen. Sowas wie phpMyAdmin, aber auch die Oberfläche von SysCP selbst. Diese Seite war bis dato über libapache-mod-auth-mysql geschützt. Naheliegend, da die Namen und die Passwörter eh in einer Tabelle liegen. Dummerweise gibt es kein libapache2-mod-auth-mysql für Etch, und damit fingen die Probleme an…
Klar, ich hätte mir da eben selbst was stricken können. Wollte ich aber nicht, unter anderem weil absehbar ist dass das keine Dauerlösung werden würde. Und genau das ist es, was mich aufregt: Das Modul gab es für Sarge, das gibt es für Sid und das wird es für Lenny auch wieder geben. Nur eben für Etch nicht. Grund ist, dass der Maintainer die Klamotten hin geschmissen hat und zur Zeit der Veröffentlichung von Etch niemand den Job haben wollte.
Naja, viele Versuche und einiges an Nerven später habe ich es dann doch geschafft, wieder gegen die SysCP-Datenbank zu autorisieren. Geholfen hat eine Kurzanleitung die ich hier zu meiner persönlichen Referenz noch mal wieder gebe. Ist zwar eigentlich für Ubuntu, hat aber auch auf Etch geklappt:
To get mysql authentication working in Gutsy, you have to manually compile mod_auth_mysql:1. wget http://heanet.dl.sourceforge.net/sourceforge/modauthmysql/mod_auth_mysql-3.0.0.tar.gz
2. wget http://www.bleb.org/software/mod_auth_mysql-3.0.0-apache-2.2.3.patch
3. tar zxf mod_auth_mysql-3.0.0.tar.gz
4. apt-get install apache2-prefork-dev libmysqlclient15-dev; apt-get --purge remove libapache2-mod-auth-mysql
5. cd mod_auth_mysql-3.0.0
6. patch < ../mod_auth_mysql-3.0.0-apache-2.2.3.patch
7. sed -i 's|#include <mysql.h>|#include <mysql /mysql.h>|' mod_auth_mysql.c
8. apxs2 -c -lmysqlclient -lm -lz mod_auth_mysql.c
9. apxs2 -i mod_auth_mysql.la
10. echo 'LoadModule mysql_auth_module /usr/lib/apache2/modules/mod_auth_mysql.so' > /etc/apache2/mods-available/auth_mysql.load
11. a2enmod auth_mysqlConfigure it as follows (adapt to your environment):
<location /mysqlauth>
AuthName "test"
AuthType Basic
AuthUserFile /dev/null
AuthBasicAuthoritative OffAuthMySQLEnable On
AuthMySQLAuthoritative On
AuthMySQLDB apache_auth_test
AuthMySQLUser authtestuser
AuthMySQLPassword something
AuthMySQLUserTable auth
AuthMySQLNameField username
AuthMySQLPasswordField passwd
require valid-user
</location>Hope this helps someone.
Also mir hat es definitiv geholfen, Dank an mrts. Ich musste nur noch mittels AuthMySQLPwEncryption md5 angeben wie die Passwörter verschlüsselt sind.
Naja, ganz so dramatisch muss man das vielleicht nicht ausdrücken. Aber ab Morgen (Samstag) sind es nur noch 30 Jahre bis zum gefürchteten Y2K38-Bug, bei dem Unix-Systeme Probleme mit der Zeitzählung kriegen können.
(Ja, ich weiß auch dass viele Systeme bereits jetzt Gegenmaßnahmen ergriffen haben, und man sich 2038 wahrscheinlich mehr Sorgen darum macht dass die Grafikkarte nicht für Duke Nukem Forever reicht…
)

