Donnerstag, 11. April 2013
Man kennt diese Objekte aus vielen Filmen, der Begriff war mir aber neu:
MacGuffin ist der von Alfred Hitchcock geprägte Begriff für mehr oder weniger beliebige Objekte oder Personen, die in einem Film meist dazu dienen, die Handlung auszulösen oder voranzutreiben, ohne selbst von besonderem Interesse zu sein. Vor allem in Kriminalfilmen und Thrillern ist der MacGuffin neben dem klassischen Whodunit ein verbreitetes Mittel, um Spannung über die gesamte Filmhandlung hinweg aufrechtzuerhalten.
Beispiele sind der leuchtende Koffer in Pulp Fiction, der Teppich (der den Raum erst richtig gemütlich gemacht hat) in The Big Lebowski oder die Transitvisa in Casablanca.
Nicht zu verwechseln ist der MacGuffin übrigens mit einem roten Hering — der dient nur zur Ablenkung vom Wesentlichen.
Montag, 08. April 2013
Aus verschiedenen Programmiersprachen kennt man die Notation von Hash-Arrays mittels ‘=>’. Bislang habe ich das immer als eine Art Zeiger verstanden. Also bildlich.
Ich beschäftige mich gerade mit Puppet. Das ist zwar keine Programmiersprache, die Konfiguration sieht aber trotzdem so aus:
file {'/tmp/test1':
ensure => present,
content => "Hi.",
}
Das — übrigens sehr schön geschriebene — Learning Puppet hat mir gerade beigebracht dass man dieses ‘=>’ als Hash Rocket bezeichnet. War mir auch neu.
Sonntag, 24. März 2013
Die Art von Film ist mir schon öfter aufgefallen. Dass es dafür einen Namen gibt war mir nicht bekannt.
Der Begriff Mockbuster (Verkürzung von mock-up-Blockbuster), Knockbuster (Verkürzung von knock-off-Blockbuster) oder auch Rip-Offs bezeichnet Filme, die Trittbrettfahrer eines meist zur gleichen Zeit erscheinenden Blockbusters darstellen. Während bei einem Mockbuster-Film eher der billige Abklatsch des Originals in Titel und Handlung im Vordergrund steht, versucht ein Knockbuster nur eine möglichst billige oder auch trashige Kopie zu sein.
Drüber gestolpert bin ich, weil ich irgendwie auf dem Artikel zu Titanic 2 — die Rückkehr gelandet bin. Gruselig…
Mittwoch, 20. März 2013
Das Wort Rubber-hose cryptanalysis habe ich in Chaosradio 186 aufgeschnappt, es ging um elektronische Schließsysteme:
Rubber-hose cryptanalysis (übersetzt Gummischlauch-Kryptoanalyse) ist ein Euphemismus, mit dem die Verwendung von Folter mit der Absicht, eine Person zur Herausgabe eines Kennworts oder Entschlüsselungsschlüssels zu bringen, bezeichnet wird. Obwohl sich der Ausdruck selbst ursprünglich von einer Foltermethode ableitet, bei der jemandem mit einem Gummischlauch wiederholt auf die Fußsohlen geschlagen wird, steht er hier stellvertretend für alle Arten möglicher Foltermethoden.
Dienstag, 01. Mai 2012
Auch wenn ich dauernd metasyntaktische Variablen und Werte benutze: den Begriff habe ich erst kürzlich im NSFW-Podcast gehört.
Eine metasyntaktische Variable ist eine Variable in Computer-Programmcode, die ausschließlich zur Benennung von beliebigen Entitäten in Beispielen dient. Eine metasyntaktische Variable hat ansonsten keine Bedeutung.
Mittwoch, 04. April 2012
Heute gelernt: Bikeshedding ist ein anderes Wort für Parkinson’s Law of Triviality. Es bezeichnet die Tatsache, dass (besonders in größeren Runden) unverhältnismäßig viel Zeit mit der Lösung trivialer Probleme verbracht wird.
Der Begriff ‘Bikeshedding’ kommt in dem Zusammenhang von dem Musterbeispiel: plant man ein Kernkraftwerk gibt es nur wenige die sich trauen zu einem derart komplexen Thema etwas beizusteuern. Plant man aber einen simplen Fahrradschuppen (Bikeshed) bringt sich jeder ein, da jeder sich etwas darunter vorstellen kann und somit jeder seine persönliche Meinung vertreten will.
Das meint der Volksmund wohl wenn er sagt ‘zu viele Köche verderben den Brei’.
Dienstag, 14. Februar 2012
Ist es eine Abkürzung oder ein Begriff? Wie auch immer: gerade las ich “tl;dr” in einem — auch ansonsten ganz interessanten
— Heise-Artikel, in Bezug auf die Informationspolitik bei Microsoft:
Die Texte im eigens dazu geschaffenen Blog sind dermaßen lang, dass sie kaum jemand freiwillig bis zum Ende lesen dürfte (“tl;dr”). Sie enthalten relativ wenige Neuigkeiten, die künstlich aufgeblasen werden, um durch schiere Textmenge den Eindruck umfassender Information zu erwecken.
Dabei steht “tl;dr” für “too long, didn’t read“. Vielleicht sollte man das viel öfter auf irgendwelches Zeug antworten das einem so tagtäglich um die Ohren gehauen auf die Augen gedrückt wird…
Montag, 09. Januar 2012
Gerade in Hart aber Fair gehört. Interessante Formulierung: “Der Bundespräsident hat ein taktisches Verhältnis zur Wahrheit.”
Donnerstag, 30. Juni 2011
Der zweite Begriff (nach diesem hier) der mir in besagtem Podcast aufgefallen ist — fast im gleichen Satz — ist das Galileo Gambit. Das steht für eine beliebte Aussage die sinngemäß oft im Zusammenhang mit unhaltbaren pseudowissenschaftlichen Behauptungen gemacht wird um sie der Lächerlichkeit zu entziehen: “Galileo ist damals auch ausgelacht worden.”
Donnerstag, 30. Juni 2011
Im Podcast NSFW029 hat Holger Klein zwei Begriffe fallen gelassen die meine volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Der eine (auf den zweiten komme ich noch) ist das argumentum ad hominem. Es handelt sich dabei um eine Bezeichnung für eine Argumentation die darauf basiert den Gegenüber zu diskreditieren.
In dem Zusammenhang stößt man übrigens ziemlich schnell auf die Begriffe ‘reductio ad absurdum‘ und etwas spezifischer die ‘reductio ad Hitlerum‘. Wenn man das argumentum ad homine in seinen Wortschatz aufnehmen will haben die beiden vielleicht auch noch einen Platz.
Dienstag, 22. Februar 2011
Gerade in einer ORF-Sendung über einen künftigen ex-Regierungsangehörigen irgendwo in Nordafrika gehört:
Er wirkte präpotent.
Unsere südlichen Nachbarn scheinen das Wort tatsächlich im Sinne von ‘überheblich’ im Wortschatz zu haben. Nie gehört, klingt aber gut…
Dienstag, 01. Juni 2010
Vor knapp zwei Jahren habe ich mich an dieser Stelle mal über den Begriff ‘Alberne Materie‘ gefreut. Heute Morgen hat mich ein Kollege an Hofstadter erinnert. Beim Stöbern danach habe ich einen neuen tollen Begriff gefunden: ‘Seltsame Schleifen‘.
Als Programmierer fällt einem über den Wikipedia-Artikel hinaus sofort eine Menge ein was man darunter verstehen könnte…
Freitag, 21. Mai 2010
Nein, nicht wirklich. Aber ich habe mir in den letzten Tagen einige Gedanken darueber gemacht wie ich eine Treppe bauen kann, und das grenzt schon an Scalalogie. Etwas. Finde ich.
Ach ja, es wird auf eine einläufige aufgesattelte Balkentreppe aus Holz hinauslaufen. Scalalogisch, oder?
Donnerstag, 20. Mai 2010
OK, ‘Regallager’ ist nicht das tollste Wort unter der Sonne. Aber immerhin ein Palindrom, und ich habe es mir selbst ausgedacht. Heute Morgen, im Halbschlaf vor dem Badezimmerspiegel. Hat was mit dem Wort ‘lagern’ auf meinem T-Shirt du jour zu tun…
Dienstag, 04. Mai 2010
Irgendwie denke ich bei dem Wort Cruisergewicht eher an Sachen die deutlich über dem Limit von 90kg liegen.
Wobei ich zugeben muss, dass ich die BMW-Cruiser auch als Boxer bezeichnen würde…
Dienstag, 05. Januar 2010
Vor einer Weile hatten wir im Büro ein altes und eigentlich total überflüssiges Problem: wie heißt das Ding das im Laden an der Kasse zwischen die Waren gelegt wird um das Zeug unterschiedlicher Kunden zu trennen?
Harald Schmidt war es glaube ich, der hat vor einigen Jahren mal hier-ich-du-da-Stäbchen als Begriff dafür vorgeschlagen. Seitdem nutze ich den einfach mal. Ein Kollege meinte aber, mal den Begriff ‘Warentrennscheide’ dafür gehört zu haben. Google liefert dazu allerdings genau gar keinen Treffer, das lässt mich vermuten dass das immer noch nicht der richtige Begriff ist.
Wie heißt das Ding?! Und wonach suche ich wenn ich sowas wissen will?
Sonntag, 20. Dezember 2009
Gerade im Presseclub gehört, das Wort: Begründungsdefizit. Herrlich.
Montag, 02. November 2009
Beim rumzappen habe ich gerade auf 3sat erfahren, dass es bei unseren Österreichischen Nachbarn eine Beamtenministerin gibt. Keine Ahnung was die so tut, aber für mich als außenstehenden klingt das irgendwie nach einer Katze die sich in den Schwanz beißt…
Mittwoch, 19. August 2009
Den Ausdruck hab ich vorhin im CRE131 gehört. Die beziehen das da auf die Tatsache dass man in Computerspielen in der Regel mehrere ‘Leben’ hat, damit man nach einem Fehler nicht immer von vorne anfangen muss. Klingt aber auch so hübsch makaber.
Freitag, 12. Juni 2009
Gerade in einer Sendung gehört die leider ziemlich viel Potential verschenkt hat:
Eisenbahner sind Profi-Kinder.
Gesagt hat das ein Angehöriger eines Vereins von Eisenbahn-Freunden. Bin ich zwar nicht, aber der Begriff findet hiermit Einzug in meinen Wortschatz.