Archiv der Kategorie » Buzzwords «

Mittwoch, 23. April 2014

Im aktuellen Alternativlos-Podcast wird die Diskussionskultur im Internet… äh… diskutiert. :-)

Darin finden sich einige schöne Buzzwords, die sich neben Bikeshedding und dem Argumentum ad Hominem gut in meinem aktiven Wortschatz machen würden.

Ich kopiere mal dreist Auszüge aus den Shownotes:

  • WP: Godwin’s Law.
  • Rational Wiki, insbesondere die Logik-Abteilung.
  • No True Scotsman: das Argument, dass “kein echter Schotte” sowas jemals tun würde. Mit Gegenbeweisen konfrontiert, folgert man dann halt, dass derjenige kein echter Schotte gewesen sein könne.
  • Gish Gallop: Mehr und schneller Argumente bringen, als die Gegenseite in der gegebenen Zeit widerlegen kann. Siehe auch: Chewbacca Defense
  • Ultracrepidarian: Der “wissenschaftliche Name” für “Schuster, bleib bei denen Leisten”.
  • Fractal Wrongness: Es ist egal, wie nahe ran oder weit weg man geht, die Argumentation ist auf jeder Ebene falsch.
  • Das Konzept, dass jemand erst mitreden darf, wenn er einen Festmeter Literatur verinnerlicht hat: Courtier’s Reply.
  • WP: Dunning-Kruger-Effekt: Je sicherer sich jemand ist, dass er Experte ist, desto weniger Experte ist er wirklich. Je mehr man weiß, desto unsicherer ist man sich über seine Kenntnisse.
  • Die Gell-Mann-Amnesie: Man liest in der Zeitung einen Artikel über ein Gebiet, auf dem man sich auskennt, und der ist total furchtbar. Man blättert um, und vergisst das alles, und nimmt an, die wüssten im Allgemeinen schon, wovon sie reden.
Mittwoch, 19. Februar 2014

Gerade las ich etwas über skeuomorphe Simulation von Brettspielen — verstand es aber erst nachdem ich in der Wikipedia nachgeschlagen hatte:

Skeuomorphismus (aus dem Altgriechischen σκεῦος Behälter, Werkzeug und μορφή Gestalt) ist eine Stilrichtung hauptsächlich im Design, bei der Objekte in ihrer Gestaltung ein anderes Material oder eine Form eines älteren, vertrauten Gegenstandes nachahmen, ohne dass diese durch ihre Funktion begründet ist.

Lässt sich wohl am Besten mit ‘Imitation’ übersetzen. In Bezug auf Gegenstände etwa das ‘Holz’ am Atari 2600, in der oben genannten Simulation wird nicht nur die Spielsituation an sich dargestellt, da sollen sich auch Spielfiguren möglichst realistisch verhalten. Software ist dann Skeuomorph wenn die Benutzeroberfläche versucht, real existierende Gegenstände nachzubilden.

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Dienstag, 05. November 2013

Meines Wissens kein richtiges Wort, aber schön griffig der Begriff trotzdem. Heise benutzt den in einem Testbericht zum neuen Google-Telefon:

Dass das Nexus 5 stärker motorisiert ist als der Vorgänger [...], fällt zumindest beim Starten von Apps sofort auf. Der Schwuppdizitäts-Gewinn ist aber bei weitem nicht so riesig wie beim Wechsel vom Nexus S aufs Galaxy Nexus vor zwei Jahren.

Sollte in den Duden übernommen werden, oder? :-)

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Montag, 24. Juni 2013

Ich weiß nicht mehr wo ich dieses Wort aufgeschnappt habe, ich glaube es war irgendwo im Radio oder in einem Podcast. Wenn man per Google danach sucht landet man im deutschsprachigen Netz auf einer ganzen Reihe von Seiten der Transition Town Bewegung — von der ich nicht weiß was ich davon halten darf.

Man versteht unter Reskilling das Wiedererlernen alter Fähigkeiten (Skills).

Landläufig kennt man das wohl unter Formulierungen wie ‘was Oma noch wusste’. In erster Linie sind damit wohl Fähigkeiten im Rahmen des Haushalts gemeint, also Pflanzen, Backen, Kochen, Stricken, Stopfen und so weiter. Auch Fahrradreparatur, Bienenzucht oder Kräuterkunde findet man unter dem Begriff.

Mir gefällt das. Also nicht nur das Wort. Es fasziniert mich wenn Leute was können, und — und das ist eigentlich noch wichtiger — wenn Leute was machen. Im Sinne von: was herstellen. Und da ist es egal ob genäht, getöpfert oder geschmiedet wird, oder ob auf der anderen Seite geätzt, gelötet oder programmiert wird.

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Montag, 10. Juni 2013

Die Tagesschau meldet, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern das sogenannte “Rinderkennzeichnungs- und Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz” — kurz RkReÜAÜG — abgeschafft hat. Nicht nur ein sperriges Gesetz: damit ist das ‘längste authentische Wort im deutschen Sprachgebrauch’ Geschichte. Schade drum? :-)

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Donnerstag, 11. April 2013

Man kennt diese Objekte aus vielen Filmen, der Begriff war mir aber neu:

MacGuffin ist der von Alfred Hitchcock geprägte Begriff für mehr oder weniger beliebige Objekte oder Personen, die in einem Film meist dazu dienen, die Handlung auszulösen oder voranzutreiben, ohne selbst von besonderem Interesse zu sein. Vor allem in Kriminalfilmen und Thrillern ist der MacGuffin neben dem klassischen Whodunit ein verbreitetes Mittel, um Spannung über die gesamte Filmhandlung hinweg aufrechtzuerhalten.

Beispiele sind der leuchtende Koffer in Pulp Fiction, der Teppich (der den Raum erst richtig gemütlich gemacht hat) in The Big Lebowski oder die Transitvisa in Casablanca.

Nicht zu verwechseln ist der MacGuffin übrigens mit einem roten Hering — der dient nur zur Ablenkung vom Wesentlichen.

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Montag, 08. April 2013

Aus verschiedenen Programmiersprachen kennt man die Notation von Hash-Arrays mittels ‘=>’. Bislang habe ich das immer als eine Art Zeiger verstanden. Also bildlich.

Ich beschäftige mich gerade mit Puppet. Das ist zwar keine Programmiersprache, die Konfiguration sieht aber trotzdem so aus:

file {'/tmp/test1':
ensure => present,
content => "Hi.",
}

Das — übrigens sehr schön geschriebene — Learning Puppet hat mir gerade beigebracht dass man dieses ‘=>’ als Hash Rocket bezeichnet. War mir auch neu. :-)

Sonntag, 24. März 2013

Die Art von Film ist mir schon öfter aufgefallen. Dass es dafür einen Namen gibt war mir nicht bekannt.

Der Begriff Mockbuster (Verkürzung von mock-up-Blockbuster), Knockbuster (Verkürzung von knock-off-Blockbuster) oder auch Rip-Offs bezeichnet Filme, die Trittbrettfahrer eines meist zur gleichen Zeit erscheinenden Blockbusters darstellen. Während bei einem Mockbuster-Film eher der billige Abklatsch des Originals in Titel und Handlung im Vordergrund steht, versucht ein Knockbuster nur eine möglichst billige oder auch trashige Kopie zu sein.

Drüber gestolpert bin ich, weil ich irgendwie auf dem Artikel zu Titanic 2 — die Rückkehr gelandet bin. Gruselig…

Mittwoch, 20. März 2013

Das Wort Rubber-hose cryptanalysis habe ich in Chaosradio 186 aufgeschnappt, es ging um elektronische Schließsysteme:

Rubber-hose cryptanalysis (übersetzt Gummischlauch-Kryptoanalyse) ist ein Euphemismus, mit dem die Verwendung von Folter mit der Absicht, eine Person zur Herausgabe eines Kennworts oder Entschlüsselungsschlüssels zu bringen, bezeichnet wird. Obwohl sich der Ausdruck selbst ursprünglich von einer Foltermethode ableitet, bei der jemandem mit einem Gummischlauch wiederholt auf die Fußsohlen geschlagen wird, steht er hier stellvertretend für alle Arten möglicher Foltermethoden.

Dienstag, 01. Mai 2012

Auch wenn ich dauernd metasyntaktische Variablen und Werte benutze: den Begriff habe ich erst kürzlich im NSFW-Podcast gehört.

Eine metasyntaktische Variable ist eine Variable in Computer-Programmcode, die ausschließlich zur Benennung von beliebigen Entitäten in Beispielen dient. Eine metasyntaktische Variable hat ansonsten keine Bedeutung.

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Mittwoch, 04. April 2012

Heute gelernt: Bikeshedding ist ein anderes Wort für Parkinson’s Law of Triviality. Es bezeichnet die Tatsache, dass (besonders in größeren Runden) unverhältnismäßig viel Zeit mit der Lösung trivialer Probleme verbracht wird.

Der Begriff ‘Bikeshedding’ kommt in dem Zusammenhang von dem Musterbeispiel: plant man ein Kernkraftwerk gibt es nur wenige die sich trauen zu einem derart komplexen Thema etwas beizusteuern. Plant man aber einen simplen Fahrradschuppen (Bikeshed) bringt sich jeder ein, da jeder sich etwas darunter vorstellen kann und somit jeder seine persönliche Meinung vertreten will.

Das meint der Volksmund wohl wenn er sagt ‘zu viele Köche verderben den Brei’.

Dienstag, 14. Februar 2012

Ist es eine Abkürzung oder ein Begriff? Wie auch immer: gerade las ich “tl;dr” in einem — auch ansonsten ganz interessanten ;-)Heise-Artikel, in Bezug auf die Informationspolitik bei Microsoft:

Die Texte im eigens dazu geschaffenen Blog sind dermaßen lang, dass sie kaum jemand freiwillig bis zum Ende lesen dürfte (“tl;dr”). Sie enthalten relativ wenige Neuigkeiten, die künstlich aufgeblasen werden, um durch schiere Textmenge den Eindruck umfassender Information zu erwecken.

Dabei steht “tl;dr” für “too long, didn’t read“. Vielleicht sollte man das viel öfter auf irgendwelches Zeug antworten das einem so tagtäglich um die Ohren gehauen auf die Augen gedrückt wird…

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Montag, 09. Januar 2012

Gerade in Hart aber Fair gehört. Interessante Formulierung: “Der Bundespräsident hat ein taktisches Verhältnis zur Wahrheit.”

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Donnerstag, 30. Juni 2011

Der zweite Begriff (nach diesem hier) der mir in besagtem Podcast aufgefallen ist — fast im gleichen Satz — ist das Galileo Gambit. Das steht für eine beliebte Aussage die sinngemäß oft im Zusammenhang mit unhaltbaren pseudowissenschaftlichen Behauptungen gemacht wird um sie der Lächerlichkeit zu entziehen: “Galileo ist damals auch ausgelacht worden.”

Donnerstag, 30. Juni 2011

Im Podcast NSFW029 hat Holger Klein zwei Begriffe fallen gelassen die meine volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Der eine (auf den zweiten komme ich noch) ist das argumentum ad hominem. Es handelt sich dabei um eine Bezeichnung für eine Argumentation die darauf basiert den Gegenüber zu diskreditieren.

In dem Zusammenhang stößt man übrigens ziemlich schnell auf die Begriffe ‘reductio ad absurdum‘ und etwas spezifischer die ‘reductio ad Hitlerum‘. Wenn man das argumentum ad homine in seinen Wortschatz aufnehmen will haben die beiden vielleicht auch noch einen Platz. :-)

Dienstag, 22. Februar 2011

Gerade in einer ORF-Sendung über einen künftigen ex-Regierungsangehörigen irgendwo in Nordafrika gehört:

Er wirkte präpotent.

Unsere südlichen Nachbarn scheinen das Wort tatsächlich im Sinne von ‘überheblich’ im Wortschatz zu haben. Nie gehört, klingt aber gut…

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Dienstag, 01. Juni 2010

Vor knapp zwei Jahren habe ich mich an dieser Stelle mal über den Begriff ‘Alberne Materie‘ gefreut. Heute Morgen hat mich ein Kollege an Hofstadter erinnert. Beim Stöbern danach habe ich einen neuen tollen Begriff gefunden: ‘Seltsame Schleifen‘.

Als Programmierer fällt einem über den Wikipedia-Artikel hinaus sofort eine Menge ein was man darunter verstehen könnte… :-D

Freitag, 21. Mai 2010

Nein, nicht wirklich. Aber ich habe mir in den letzten Tagen einige Gedanken darueber gemacht wie ich eine Treppe bauen kann, und das grenzt schon an Scalalogie. Etwas. Finde ich. :-)

Ach ja, es wird auf eine einläufige aufgesattelte Balkentreppe aus Holz hinauslaufen. Scalalogisch, oder? :-D

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Donnerstag, 20. Mai 2010

OK, ‘Regallager’ ist nicht das tollste Wort unter der Sonne. Aber immerhin ein Palindrom, und ich habe es mir selbst ausgedacht. Heute Morgen, im Halbschlaf vor dem Badezimmerspiegel. Hat was mit dem Wort ‘lagern’ auf meinem T-Shirt du jour zu tun… :-)

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Dienstag, 04. Mai 2010

Irgendwie denke ich bei dem Wort Cruisergewicht eher an Sachen die deutlich über dem Limit von 90kg liegen. :-)

Wobei ich zugeben muss, dass ich die BMW-Cruiser auch als Boxer bezeichnen würde…

Kategorie: Buzzwords, Motorrad  | Tags: , ,  | Sag was dazu